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AUKTION 38 07. Dezember 2013
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282 Datensätze

Adler-Krafft, Maria

Ahnert, Elisabeth

Altenbourg, Gerhard

Arnold, Walter

Barlach, Ernst

Behrendt, Falko

Behringer, Oskar

Beutner, Johannes

Biebrach, Karl Eugen

Bischoff, Eduard

Bleyl, Fritz

Bollhagen, Hedwig

Börner, Emil Paul

Both, Hermann

Braun, Georg

Bucher, Erich

Burkhardt, Heinrich

Cassel, Pol

Castell, Johann Anton

Chagall, Marc

Citterio, Francesco

Claus, Carlfriedrich

Corinth, Lovis

Cossaar, Ko

Cranach d.Ä., Lucas

Cremer, Fritz

Czaschka, Jürgen

Defner, Adalbert

Detkos, Aleksander

Dottore,

Dress, Andreas

Dressler, Hans

Driesch, Johannes

Dürer, Albrecht

Ebert, Albert

Ehrhardt, Curt

Enderlein, Ewald Max Karl

English, Arthur

Erler, Georg

Felixmüller, Conrad

Fiedler, Franz

Fischer, Arthur

Fraaß, Erich

Frank-Colon, Eugen

Franke, Rudolf

Frémiet, Emmanuel

Freundlich Kosnik-Kloss, Jeanne (Hannah)

Frey, Max A. P.

Frietzsche, Georg

Geibel, Hermann Karl

Gelbhaar, Alfred

Gelbke, Georg

Genin, Robert

Georgi, Hanns

Gerlach, Erich

Geyger, Ernst Moritz

Giebe, Hubertus

Glöckner, Hermann

Goltzsche, Dieter

Gos, Émile

Göschel, Eberhard

Gosselin, Charles

Goya y Lucientes, Francisco de

Gräbner, Ottokar

Grieshaber, HAP

Grundig, Lea

Grunwald, Rita

Grzimek, Sabina

Günther, Herta

Haase-Ilsenburg, Hermann Otto

Hahn, Colmar Walter

Hähnel, Charly

Hähnel, Ernst Julius

Halm, Karl Robert

Hamel, Otto

Hammer, Guido

Hampel, Angela

Hanske, Andreas

Harsing, Wilhelm

Hartzsch, Erich Wolfgang

Haselhuhn, Werner

Hassebrauk, Ernst

Heckel, Erich

Hegenbarth, Josef

Heisig, Bernhard

Henne, Artur

Hennig, Albert

Herzing, Hanns

Herzing, Minni (Hermine)

Heyn, Rudolf Johann Eduard

Heyn, Heinrich Eduard

Hilscher, Kurt

Hippold, Erhard

Hippold-Ahnert, Gussy

Höch, Hannah

Hoffmann, Friedrich Gottlob

Hofmann, Otto

Hofmann, Ludwig von

Hofmann, Veit

Höhn, Georg

Hölbe, Rudolph

Holderer, Lena

Horn, Harry

Hösel, Erich Oskar

Hubbuch, Karl

Hussel, Horst

Huth, Willy Robert

Irmer, Carl

Jäger, Gustav

Jahn, Georg

Janssen, Horst

Jardin, Karel du

John, Joachim

Jorgensen, Victor

Jüchser, Hans

Jung, Anni

Kaffke, Helga

Kallfels, Peter

Kaplan, Anatoli

Kesting, Edmund

Kettner, Gitta

Kirchner, Ingo

Kirsten, Jean

Klein, Bernhard

Klein, César Carl Robert Andreas

Klein, Johann Adam

Klemm, Walther

Klinger, Max

Knebel, Konrad

Koban, Bernhard

Kobell, Ferdinand

Kohlmann, Hermann

Korab, Karl

Körnig, Hans

Korolow, Andrej I.

Kotte, Johannes (Hans)

Kozik, Gregor Torsten

Kretzschmar, Bernhard

Kriegel, Willy

Krone, Hermann

Kröner, Karl

Küchler, Andreas

Küchler, Carl Gotthelf

Kühl, Johannes

Kutschke, Hans- Gert

Lachnit, Wilhelm

Lahl-Grimmer, Ingeborg

Lange, Otto

Lefebre, Valentin

Leifer, Horst

Lendvai-Dircksen, Erna

Lepke, Gerda

Lessing, Erich

Liebermann, Max

Loewig, Roger

Lohse-Wächtler, Elfriede

Maasdorf, Frank

Maatsch, Thilo

Maetzel, Emil

Marcks, Gerhard

Mattheuer, Wolfgang

Meckes, Georg

Mehnert, Bernhard Paul

Merker, Max

Metzkes, Harald

Michaelis, Paul

Mohr, Arno

Moosdorf, Heinz-Detlef

Morgner, Michael

Muche, Georg

Mühlig, Albert Ernst

Muhrmann, Ludwig

Müller, Carl Wilhelm

Müller, Richard

Müller-Linow, Bruno

Münch-Khe, Willi

Münzner, Rolf

Muybridge, Eadweard

Nathe, Christoph

Naumann, Hermann

Nehmer, Rudolf

Nestler, Carl Gottfried

Niemeyer, Adelbert

Niemeyer-Holstein, Otto

Noßmann, Andreas

Payne, Albert Henry

Penck, A.R.

Petras, Hubert

Petri, Isaak Jacob von

Plenkers, Stefan

Poeschmann, Rudolf

Pottner, Emil

Preller d.Ä., Friedrich

Press, Friedrich

Pusch, Richard

Querner, Curt

Quevedo Teixidó, Nuria

Ranft-Schinke, Dagmar

Rehn, Richard Walter

Reifferscheid, Heinrich

Reinhart, Johann Christian

Richter, Hans Theo

Richter, Carl August

Richter, Adrian Ludwig

Richter, Wieland

Rodin, Auguste

Roenspieß, Klaus

Rohart, Jean Michel

Rudolph, Wilhelm

Sack, Johannes

Saint-Phalle, Niki de

Salman, Jabbar

Schiestl, Rudolf

Schlotter, Eberhard

Schmeisser, Jörg

Schmidt-Kirstein, Helmut

Schmidt-Rottluff, Karl

Schönfeld, Paul Ludwig

Schönfeld, Johann Heinrich

Schrock, Bernhard

Schubert, Wolfram

Schubert, Otto

Schwandt, Eckhard

Schwerdgeburth, Charlotte Amalia

Schwimmer, Eva

Schwimmer, Max

Sell, Lothar

Sieler, Manfred

Slevogt, Max

Smith, John

Stahlschmidt, Max

Steib, Josef

Steiniger, Ferdinand

Sterl, Robert Hermann

Süß, Klaus

Symmangk, Helmut

Taggeselle, Karl

Tanner, Johann Jacob

Tappert, Georg

Täubert, Carl Gregor

Teichert, Johann August

Tetzner, Heinz

Teuber, Hermann

Thieme, Andreas

Thoma, Hans

Thomas, Adolph

Thomas, Alfred

Tidemand, Adolph

Trimborn, Hans

Tübbecke, Paul Wilhelm

Tübke, Werner

Tucholke, Dieter

Tucholski, Herbert

Ubac, Raoul

Uhlig, Max

Unger, Hans

Utagawa Kunisada I.,

Utagawa Toyokuni,

Vent, Hans

Vilner, Victor Semenovich

Voltz, Friedrich

Warhol, Andy

Warmt, Falko

Warnecke, Rudolf

Weber, Horst

Wegener, Johann Friedrich Wilhelm

Weidensdorfer, Claus

Weiditz, Hans

Weiß, Erwin

Werner, Heinz

Westphal, Otto

Wichmann, Georg

Wigand, Albert

Wilhelm, Paul

Wittig, Werner

Wolff, Willy

Wünsche, Erich

Zettl, Baldwin

Zickelbein, Horst

Zille, Heinrich

Zimmer, Wilhelm Carl August

Zwintscher, Oskar




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Ernst Julius  Hähnel

1811 Dresden – 1891 ebenda

Architekturstudium an der Dresdner Bauschule unter Thörmer, ab 1825 an der Münchner Akademie unter Fr. v. Gärtner. 1830 Bekanntschaft mit E. Rietschel und L. Schwanthaler, unter deren Einfluss er sich der Bildhauerei zuwendete. 1831 an der Akademie in Florenz, 1832 in Rom. Bekanntschaft u.a. mit Thorwaldsen, Reinhard, Koch und Semper. 1834 Rückkehr nach Dresden, 1835 nach München und ab 1838 endgültig in Dresden ansässig sowie künstlerisch als Bildhauer tätig. 1848 Professor an der Dresdner Kunstakademie. Neben seinem umfangreichen Schaffen innerhalb von Dresden schuf Hähnel zudem zahlreiche Werke in ganz Deutschland und Europa, u.a. in Wien, Braunschweig und Leipzig.

KatNr. 556 Ernst Julius Hähnel
KatNr. 556 Ernst Julius Hähnel
KatNr. 556 Ernst Julius Hähnel
KatNr. 556 Ernst Julius Hähnel

556   Ernst Julius Hähnel "Futterneid" (Amor, Bacchus & Ganymed ergötzen sich an dem Streit des Adlers und des Panthers um den Göttertrank). Zwischen 1845 und 1891.

Ernst Julius Hähnel 1811 Dresden – 1891 ebenda

Gips, farbig gefaßt und patiniert. Signiert "Ernst Hähnel, fec." u.re. Verso mittig geritzt betitelt und bezeichnet "M". Verso o.Mi. eine Aufhängevorrichtung aus Metall.

Die vorliegende Arbeit ist ein seltenes und beeindruckendes Zeugnis von Hähnels künstlerischer Meisterschaft. Die Titelgebung steht in einem betonten Kontrast zur Darstellung, die in ihrer Ruhe und Ausgewogenheit als beispielhafter Ausdruck klassizistischer Ideale gelten kann. Gleichzeitig ist das Relief aber auch ein Beleg für den reflektierten, bisweilen sogar witzig-ironischen Umgang des Künstlers mit diesen hehren Formidealen.

Der nackte Bacchus, an seinem Thyrsosstab und seinem Kranz aus Weinlaub zu erkennen, lagert auf einem mit einem Löwenfell bedeckten Podest. Anmutig gießt er Nektar in eine am Boden stehende Fußschale. Ihm gegenüber sitzt Ganymed und schaut ihm - etwas skeptisch - zu, ist es doch eigentlich er, der den Adler tränken sollte. Amor hat sich zu den beiden gesellt. Seine weit ausgebreiteten Flügel hinterfangen die Szene und schaffen eine subtile Verbindung zwischen den beiden Bildhälften, deren Grenze im Goldenen Schnitt durch Flasche, Hand und Lyra verläuft. Der ruhige obere Teil der Darstellung wird kontrastiert durch die anekdotenhafte Begebenheit, die sich im unteren Bereich abspielt. Dort hat sich zwischen Adler und Panther ein Streit um den labenden Trunk entfacht: Angriffslustig verteidigt der Adler seinen Besitz, indem er seinen Kontrahenten in den Schwanz beißt, worauf die Raubkatze mit einem erschrockenen Brüllen reagiert.

Hähnel verrät in diesem Relief nicht nur seinen selbstverständlichen Umgang mit dem Figurenrepertoire der Mythologie, sondern auch seine Schulung an den Werken Berthel Thorvaldsens. Der große Däne hatte 1817 mit seiner Darstellung des den Adler tränkenden Ganymed (Kopenhagen, ThorvalsensMuseum, Inv. A44) eine neue, in ihrer Einfachheit bestechende Form für dieses Thema gefunden, auf die Hähnel hier vielleicht sogar direkt Bezug nimmt.

Eine feine bildmäßig ausgeführte Vorzeichnung zu dieser Arbeit entstand bereits 1845 und befindet sich heute im Dresdner Kupferstich-Kabinett (Inv. C-4733). Zwei Jahre nach ihrer Entstehung fand sie Eingang in Hähnels Entwürfe für die Gestaltung eines Frieses für den Dresdner Galerieneubau. Den Auftrag dafür hatten Hähnel und Ernst Rietschel von Gottfried Semper erhalten.
Von den insgesamt über vierzig geplanten Bildfeldern wurden nur drei tatsächlich ausgeführt.
Hähnel erkannte jedoch das Potential der von ihm gefundenen Komposition und setzte sie noch Jahre später als Relief in Bronze um. Das einzig bekannte Exemplar in der Berliner Nationalgalerie (Inv. B II 174) ist größer als die zur Auktion stehenden Gipsversion. Ein weiteres Exemplar in Gips schenkte der Künstler 1890 der Dresdner Skulpturensammlung (Inv. ASN 179, Abg.-ZV 3879a). Aber nicht nur Hähnel selbst war von seiner Komposition überzeugt. So hat seine Zeichnung wahrscheinlich der in dieser Zeit von Dänemark nach Italien reisenden Bildhauerin und Thorvaldsen-Schüler Adelgunde Emilie Vogt als Inspirationsquelle für ein kleines Kupferrelief gedient (vgl. Schmidt Kunstauktionen, Auktion 37, Kat. Nr. 634).

Für freundliche Hinweise möchten wir uns herzlich bei Herrn Stephan Helms von der Nationalgalerie Berlin, bei Frau Astrid Nielsen von der Skulpturensammlung der SKD und bei den Mitarbeitern des hiesigen Kupferstich-Kabinetts bedanken.

Deutlich krakelierte und angeschmutzte Fassung mit zahlreichen kleinsten Fehlstellen. Ecken bestoßen, Gipsfehlstellen an Bacchus' Haarkranz, Hand und Stab sowie an Ganymeds Kopfbedeckung und an der Schale unterhalb des Adlers.

28,7 x 43,7 cm. 4.000 €
Zuschlag 2.600 €
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