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AUKTION 62 07. Dezember 2019
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440 Datensätze

Acier, Michel Victor

Ackermann, Franz

Ackermann, Max

Adler, Leonore

Agthe, Curt

Ahnert, Artur

Ahnert, Elisabeth

Aigrinner, Christian

Al-Kubaisi, Khalid

Allers, Christian Wilhelm

Altenbourg, Gerhard

Altenkirch, Otto

Andrae, Elisabeth

Antes, Horst

Bachmann, Hermann

Balkenhol, Stephan

Baluschek, Hans

Barlach, Ernst

Bauer-Pezellen, Tina

Beckert, Fritz

Behringer, Oskar

Bellotto, gen. Canaletto, Bernardo

Berger, ?

Berger, Roland

Berlit, Rüdiger

Berndt, Siegfried

Beutner, Johannes

Bibienz,

Birnstengel, Richard

Bodenthal, Walter

Böhme, Gerd

Böhmer, Gunter

Bollhagen, Hedwig

Bonasone, Giulio di Antonio

Börner, Emil Paul

Böttcher, Manfred

Böttger, Eckhard

Bourdon, Sébastian

Bracht, Eugen

Brandstätter, Peter

Braunsdorf, Julius Eduard

Bridoux, Augustin

Buchwald-Zinnwald, Erich

Burkhardt, Heinrich

Bursche, Ernst

Butzmann, Manfred

Chagall, Marc

Chodowiecki, Daniel Nicolaus

Clar, Hans

Claudius, Wilhelm

Corinth, Lovis

Cremer, Fritz

Dahl, Hans Andreas

Danckerts, Justus

Deckwarth, Johannes Walter

Deér, Katalin

Dix, Otto

Dörsch, Waldo

Drache, Heinz

Dreher, Richard

Drescher, Arno

Droop, Hermann Theodor

Ebert, Albert

Ehrlich, Georg

Eichner, Helmut Der

Emminger, Eberhard

Epler, Heinrich Karl

Fabergé, Peter Carl

Felixmüller, Conrad

Ferro, Vittorio

Fiedler, Franz

Fiedler, A.

Fischer, Manfred

Fischer-Geising, Heribert

Fitzenreiter, Wilfried

Förster, Wieland

Fraaß, Erich

Franke, Rudolf

Friederici, Walter

Friedrich, Wolfgang

Friedrich, Hans

Fröhlich, Fritz

Gallasch, Harald

Gebhardt, Helmut

Gerlach, Erich

Gilles, Werner

Glöckner, Hermann

Goesch, Paul

Goller, Josef

Goltzsche, Dieter

Göschel, Eberhard

Götz, Johannes

Götze, Moritz

Grabwinkler, Peter

Grieshaber, HAP

Großmann, Rudolf

Großpietsch, Curt

Grosz, George

Grundig, Lea

Grützmann, Katharine

Gugg, Hugo

Günther, Herta

Gurschner, Herbert

Guttenberg, Hertha von

Hager, Marie

Hahn, Bernd

Haldenwang, Christian

Hanft, Willy

Hartig, Hans

Haselhuhn, Werner

Hassebrauk, Ernst

Hauser, Carry

Havekost, Eberhard

Heckel, Erich

Heemskerck van Beest, Jacoba

Hegenbarth, Josef

Hein, Günter

Heinmann, Hans Richard

Heisig, Bernhard

Helbig, Walter

Hellgrewe, Rudolf

Hemberg, Maj

Hempfing, Wilhelm

Hennig, Albert

Hentschel, Julius Konrad

Herrmann, Gunter

Herzing, Hanns

Herzing, Minni (Hermine)

Hesse, Alfred

Heuer, Joachim

Himmelstoss, Karl

Hippold, Erhard

Hippold-Ahnert, Gussy

Hofer, Karl

Hofmann, Ludwig von

Hofmann, Werner

Hofmann, Paul

Hofmann, Veit

Hofstätter, Osias

Holtz-Sommer, Hedwig

Honerla, Markus

Horlbeck, Günter

Hornig, Norbert

Hornig, Sabine

Hrdlicka, Alfred

Hübschmann, Karl

Hund, Hans-Peter

I., C. F.

Ilgenfritz, Heinrich

Israel, Peter

Jahn, Georg

Janensch, Gerhard

Jansen, Franz Maria

Jastram, Jo

Jockusch, Horst

Johansson, Eric

John, Joachim

Jordan, Oliver

Jüchser, Hans

Junge, Margarete

Juza, Werner

Kaendler, Johann Joachim

Kanoldt, Alexander

Kaplan, Anatoli

Kartscher, Kerstin

Kastner (Beerkast), Manfred

Keil, Gabi

Keller, Friedrich von

Keller, Fritz

Kempin, Eckhard

Kettner, Gerhard

Kirchner, Ernst Ludwig

Kirchner, Ingo

Kirsten, Jean

Klamann, Kurt

Klar, Peter

Kleemann, Rudolf

Klemm, Walther

Klinger, Max

Kluge, Carl Gustav Hermann

Knispel, Ulrich

Knoll Basset, Florence Marguerite

Koch, Peter

Kohlem, Horst

Köhler, Klaus Dieter

Kohlmann, Hermann

Kokoschka, Oskar

Kollwitz, Käthe

König, Hugo

Korab, Karl

Körnig, Hans

Kotte, Johannes (Hans)

Kracht, Janina

Kraft, Ingo

Kretzschmar, Harald

Kretzschmar, Bernhard

Krone, Hermann

Kröner, Karl

Kucera, Jaro

Küchler, Andreas

Kühl, Johannes

Kühn, Albin

Kühne, Wolfgang

Kühne, Otto

Kummer, Heinz-Karl

Kummer, Julius Hermann

Lachnit, Wilhelm

Lahl-Grimmer, Ingeborg

Lange, Hermann

Lange, Otto

Lauenstein, Paula

Léger, Fernand

Leiberg, Helge

Leibl, Wilhelm Maria

Leifer, Sybille

Leonhardi, Eduard Emil August

Lepke, Gerda

Leschhorn, Paul

Lesniewicz, Horst

Leu, Oskar

Lewinger, Ernst

Lier, Adolph Heinrich

Lindenau, Erich

Lindner, Hans

Lippmann, Karl Friedrich

Liptai, Alexander

Loewig, Roger

Lohse, Carl

Maass, Konrad

Macke, August

Mackowsky, Siegfried

Maetzel, Emil

Magnus, Klaus

Magritte, René

Mansfeld (Richaaard), Richard

Marcks, Gerhard

Mattheuer, Wolfgang

Mattheuer-Neustädt, Ursula

Meid, Hans

Meier, Ruth

Melcher-Tilmes, Jan Hermanus

Merian, Matthäus I

Meser, C. F.

Metzkes, Harald

Meunier, Constantin Emile

Meyer-Rähnitz, Bernd

Mitschke-Collande, Constantin von

Möbius, Max

Moll, Marg

Morgner, Michael

Mühlenhaupt, Kurt

Mühlig, Albert Ernst

Mühlig, Meno

Muhrmann, Ludwig

Müller, Otto Gerhard

Müller, Richard

Müller, Wolfgang

Müller, Paul

Müller, Wilhelm

Müller-Bernburg, Ernst

Müller-Gräfe, Ernst

Müller-Hufschmid, Willi

Müller-Simon, Gerald

Münch-Khe, Willi

Münzner, Rolf

Mušic, Zoran Antonio

Nagel, Otto

Nauen, Heinrich

Naumann, Karl

Naumann, Hermann

Nehmer, Rudolf

Nerlich, Georg

Neuböck, Maximilian

Neugebauer, Georg Ludwig

Neujahr, Ulrich

Neumann, Manfred

Neupert, Hans

Nick, Ludwig

Nicola, Max Erich

Nicolai, Olaf

Nitsche, Frank

Oehme, Erich

Oehme, Georg Egmont

Opitz, Gerhard

Orlik, Emil

Paetz, Otto

Paris, Roland

Pechstein, Hermann Max

Pellar, Hanns

Penz, Alois

Pernice, Manfred

Peters, Hans

Petzold, Willi

Peuker, Wolfgang

Philipp (MEPH), Martin Erich

Pietschmann, Max

Pilz-Bühlau, Rudolph

Pleß, Otto

Poeschmann, Rudolf

Pohle, Friedrich Leon

Ponndorf, Egmar

Press, Friedrich

Probst, Franz

Purrmann, Hans

Pusch, Richard

Püttner, Josef Carl Berthold

Querner, Curt

Ragoczy, Joachim

Rassau, Georg

Rayski, Ferdinand von

Reichel, Elly

Richter, Hans Theo

Richter, Max

Richter, Johann Carl August

Richter, Guido Paul

Richter, Gerhard

Ridinger, Johann Elias

Riemerschmid, Richard

Röhl, Peter Karl

Rudolph, Wilhelm

Sack, Rudolph

Sandberg, Herbert

Sander, Richard

Saupe, Horst

Scheibitz, Thomas

Schenk, Pieter (Petrus junior)

Scherer, Marie-Luise

Schindler, Osmar

Schlegel, Werner-Hans

Schlichter, Rudolf

Schlichting, Jutta

Schmid, Wilhelm

Schmidt, Ludwig

Schmidt, Robert

Schmidt, Gustav

Schmidt-Kirstein, Helmut

Schmidt-Rottluff, Karl

Schneider, Sascha

Schneider, Wilhelm Heinrich

Schönhoff, Peter

Schoppe, Martin

Schreiter, Elly

Schreyer, Albert

Schröder, Oskar

Schröder, Albert Friedrich

Schubert, Otto

Schuchardt, Wilhelm Edmund

Schüler, Gottfried

Schulze-Knabe, Eva

Schütze, Alfred

Schütze, Kurt

Seewald, Richard

Seidel, Jürgen

Seifert, Alwin

Sell, Lothar

Seybold, Willy

Siebert, Georg

Sipek, Borek

Sitte, Willi

Skade, Fritz

Slevogt, Max

Soucek, Slavi

Sprinck, Christian Friedrich

Steneberg, Eduard Eberhard

Sterl, Robert Hermann

Stern, Bert

Stilijanov-Kretzschmar, Hildegard

Stoll, Heinrich

Stötzer, Werner

Strawalde (Jürgen Böttcher),

Stuck, Franz von

Süß, Klaus

Szpinger, Alexander von

Taeger, Karl Hanns

Tag, Willy

Tallberg, Lizzie

Teichert, Walter

Teichmann, Ida

Tetzner, Heinz

Thiemann, Carl Theodor

Thiess-Böttner, Inge

Torges, Günther

Traeder, Thomas

Trapman, Norman

Trendafilov, Gudrun

Triegel, Michael

Trimborn, Hans

Tröger, Fritz

Tübke, Werner

Ubbelohde, Otto

Uecker, Günther

Ufer, Johannes Paul

Uhl, Joseph

Uhlig, Max

Unger, Hans

Utagawa Kunisada I.,

Utagawa Kunisada II.,

Utagawa Kuniyoshi,

Vasarely, Victor

Veit, Hugo

Velten, Wilhelm

Villamena, Francesco

Vogeler, Heinrich

Voigt, Elisabeth

Volmer, Steffen

Vontra, Gerhard

Vos, Thomas Andreas (Theo)

Wagner, Silke

Walther, Gustave

Weber, Paul

Weber, Horst

Wegmann, Klaus

Weidensdorfer, Claus

Wenzel, Jürgen

Werner, Heinz

Wienckowski, Gerhard

Wierix, Hieronymus

Wigand, Albert

Wilhelm, Paul

Wilhlem, Christian Leopold

Wimmer, Hans

Winkler, Fritz

Wit, Frederick de

Wittdorf, Jürgen

Wittig, Werner

Witting, Walther

Wittler, Heinrich Arrigo

Wolfgang, Alexander

Wurzer, Erich

Zalisz, Joseph Fritz

Zander, Heinz

Zepner, Ludwig

Zesch, Silvio

Zieger, Jochen

Zille, Rainer

Zivr, Ladislav

Zolnhofer, Fritz

Zschäck, Ferdinand

Zwar, Erhard

Zylla, Klaus




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Peter Carl  Fabergé

1846 St. Petersburg – 1920 Pully b. Lausanne

Sohn des Goldschmieds Gustave Fabergé. Er zog 1860 mit seiner Familie nach Dresden, wo er neben seinem Studium an der Handelsschule, häufig das Grüne Gewölbe besuchte. Peter Carl Fabergé reiste ab 1864 durch Europa um bei den angesehensten Goldschmieden unterrichtet zu werden und sich die bedeutendsten Meisterwerke in Europas Museen anzusehen. Anschließend studierte er an der Handelsschule in Paris und kehrte 1866 nach St. Petersburg zurück. Dort erhielt er den Auftrag der Eremitage, die Schätze Katharina der Großen zu restaurieren und zu katalogisieren. Somit war es ihm möglich die Goldschmiedetechniken der Antike zu studieren. 1882 übernahm Fabergé die Leitung der Firma seines Vaters und erregte bald auf der Allrussischen Ausstellung in Moskau, die Aufmerksamkeit des Zaren Alexander III., der ihn 1885 beauftragte, ein Osterei für seine Frau anzufertigen. Fabergé stieg schnell zum "Kaiserlichen Hofschmied" auf und fertigte weitere Ostereier für den Zar an, der ihm die volle Gestaltungsfreiheit überließ. Ab 1888 gewann er immer mehr an Popularität und wurde zum Hoflieferanten des Schwedischen und Norwegischen Königshaus ernannt, sowie in St. Petersburg zum Gutachter des Kaiserlichen Kabinetts und als "Maître" der Pariser Goldschmiedegilde. Mit der renommiertesten französischen Auszeichnung "Ritter der Ehrenlegion" wurde er 1900 geehrt. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte er rund 500 Mitarbeiter. Er war der größte Schmuckhersteller Russlands und erhielt Aufträge aus aller Welt. Im November 1918 floh Peter Carl Fabergé aus St. Petersburg und ließ sich in der Schweiz nieder.

KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.
KatNr. 991 Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.

991   Hochbedeutender monumentaler Falkner-Kowsch. Fabergé, Moskau. Um 1913.

Peter Carl Fabergé 1846 St. Petersburg – 1920 Pully b. Lausanne
Rudolph Sack 1824 Kleinschkorlopp – 1900 Leipzig

Geschenk zum 50. Firmenjubiläum der Landmaschinenfabrik Rud. Sack KG, Leipzig-Plagwitz von Direktor Dr. Walter Lessing der Act.-Ges. "Rabotnik", Moskau.

Silber, 88 Zolotnik (14 1/2 Lot), getrieben, partiell poliert sowie matt ziseliert, die Innenseite des Bodens gebürstet. Die Innenwandung vergoldet.

Schiffsförmiger Korpus, im vorderen Segment mit der plastisch ausgearbeiteten Darstellung eines Falkners im historischen Gewand auf einem galoppierenden Pferd, den rechten Arm und Hand erhoben und einen Falken haltend. Seitlich weitere Falkner. Im J-förmigen und ornamental reliefierten Griff beidseitig eine vertiefte, querrechteckige Reserve, darin ein reliefiert ausgearbeiteter Fuchs sowie ein Hase. Auf der Wandung beidseitig mit einer gravierten Widmung "Dem Hause "Rudolf Sack", die dankbare Act.-Ges. "Rabotnik"" sowie "5. Mai 1863–1913". Unterseits mit der Meistermarke "K. Fabergé" in kyrillischen Versalien, oberhalb der Doppeladler (Wappen des Russischen Kaiserreichs). Des Weiteren die Marken der Moskauer Bezirksschauadministration 1908–1917 im Oval sowie im Kreis (üblicherweise neben der zusammengesetzten Marke). Unterhalb der Marken die geritzte Inventarnummer "21601".

Vgl. Goldberg, T.: Verzeichnis der russischen Gold- und Silbermarken, München 1971, Lfde. Nr. 870, 1938, 1941.

Wir danken Frau Dr. Juliane Gohla, Urenkelin des Rudolph Sack, für freundliche Hinweise.
Wir danken Frau Sabine Lessing, Ehefrau des Enkels von Walter Lessing, für freundliche Hinweise.


Fabergé
Der Kowsch, ein traditionelles russisches Trinkgerät mit einem schiffsbauchähnlichen Korpus, wurde seit dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert durch die sozialen Schichten hinweg in verschiedenen, kunstfertig verzierten Ausführungen und Materialien genutzt. Im Mittelalter wurde der Kowsch vorwiegend aus Holz gefertigt und als reiner Gebrauchsgegenstand zum Servieren von Speisen und Getränken genutzt. Im frühen 18. Jahrhundert ließ der Zar vergoldete Kowschs anfertigen, die er für besondere Verdienste für das Land verschenkte. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert fertigten Gold- und Silberschmiede, u. a. Fabergé im Kundenauftrag hochwertige, dekorative Kowschs mit oft monumentalem Ausmaß zu Repräsentationszwecken.
1887 eröffnete Fabergé eine Moskauer Filiale auf der Prachtmeile Uliza Kuznetskiy Most, welche parallel zu jener in St. Petersburg betrieben wurde. Ab 1900 produzierte Fabergé alle großformatigen, repräsentativen Silberobjekte in Moskau – zu diesem Zeitpunkt Zentrum russischer Silberschmiedearbeiten und Sitz der größten Firmen der Branche – nicht zuletzt, weil die besten Silberschmiede der Zeit in Moskau angesiedelt waren. Ein weiteres Merkmal des Moskauer Firmenzweigs war die Spezialisierung auf den altrussischen Stil in einer gleichzeitig qualitativ äußerst hochwertigen Ausführung.
Der russisch-folkloristische Themenkreis oder so genannte neorussische Stil spiegelte sich ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Rückbesinnung auf die russische Geschichte wider und wurde in der Darstellung von Heldenfiguren, Szenen aus Märchen und Epen sowie historischen Gegebenheiten oder Personen manifestiert. Diese wurden vollplastisch, teils eigenständig gefertigt oder als Reliefs an den Objekten platziert. Fabergé entwarf mehrere monumentale Kowschs mit dem Bogatyr-Thema, den mittelalterlichen Helden aus Sagen der Geschichte der Kiewer Rus. Auch das Motiv des Falkners ist tief in der mittelalterlichen Geschichte Russlands verwurzelt. Die Falkenjagd galt als eine der Lieblingsbeschäftigungen des russischen Hochadels im Mittelalter, besonders der Bojaren.
Die figürliche Plastik des Kowschs lässt sich konkret auf die Monumentalplastik "Der Falkner des Zaren" (1872) des russischen Bildhauers Jewgeni Alexandrowitsch Lanseres, auch Eugen Lanceray, (1848–1886) zurückführen. Eine monumentale Ausführung der Bronze wurde im Rahmen der Allrussischen Industrie- und Handwerksausstellung 1882 in Moskau ausgestellt, an der im selben Jahr auch Fabergé erstmals teilnahm und mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde.
Nach derzeitigem Forschungsstand sind neben dem angebotenen Exemplar zwei weitere, formähnliche Ausführungen des Falkner-Kowschs bekannt. Ein vergleichbares Objekt mit abweichendem Umriss des Korpus, des Griffs sowie kleinerer Details und mit der Inventarnummer "24682" versehen, stammt aus dem Besitz der schwedischen Nobel-Familie, einem wichtigen Kunden Fabergés. Insbesondere Emanuel Nobel, schwedisch-russischer Ölmagnat der Firma Branobel, gab zahlreiche Werke in Auftrag (weitere Provenienz: 20. Mai 1997 Sotheby's Genf, Los 290/ 26. November 2012 Christie's London, Los 284).
Ein weiterer vergleichbarer, weniger detailliert ausgeführter und nicht nachweislich Fabergé zugeschriebener Kowsch war ein Geschenk des Großfürsten Boris Wladimirowitsch Romanow (Cousin des Zaren Nikolaus II.) an den spanischen König Alfons XIII. im Jahr 1908 (Farnese Regiment). Beide Kowschs sind unmittelbar an eine archivarische Fabergé-Skizze (Fabergé, T., S. 349) angelehnt. Silberobjekte aus der Moskauer Werkstatt wurden üblicherweise nicht signiert, sondern trugen ausschließlich den Firmennamen, sodass über die Entwerfer selbst sehr wenig bekannt ist. Dies nimmt die aktuelle Forschung zum Anlass, sich mit der Recherche zur Datierung und möglichen Schöpfern der monumentalen Bogatyr- und Falkner-Kowschs zu befassen.

Literatur:
- Trombly, Margaret Kelly. Fabergé and the Russian Crafts Tradition, 2017.
- Fabergé, Tatiana F., et al. Fabergé: A Comprehensive Reference Book, 2012, Abb. S. 349.

Internetseiten:
- Sparke, C. and Hoff, Dee Ann: "Fabergé's Monumental Kovshes with Bogatyr Themes" in: Fabergé Research Site / Newsletter 2015 Winter.
- Hoff, Dee Ann:" From Bogatyrs to Boyars" in: Fabergé Research Site / Newsletter 2016 Winter mit Abb.


Die Familie Rudolph Sack
Rudolph Sack (1824–1900) stammte aus einfachen Verhältnissen und half seit früher Kindheit in der Gutswirtschaft seiner Eltern mit. Nichtsdestotrotz legten sie sehr viel Wert auf eine fundierte Ausbildung des Sohnes und ermöglichten ihm den Schulbesuch bei einem Privatlehrer und später zusätzlichen Unterricht in Mathematik und Zeichnen bei einem Feldmesser in Leipzig. Sack bildete sich in den folgenden Jahren stetig weiter, arbeitete unter anderem als Gutsverwalter. Nach der Rückkehr in die Heimat, veranlasst durch den Tod seines Stiefvaters im Jahr 1855, begann er die wenig leistungsfähigen Pflüge zu verbessern und konstruierte neben einem neuen, effizienten und leichtgängigen Pflug aus Eisen und Stahl seine erste Drillmaschine, Eggen, Walzen und Hackmaschinen. Nach regionalen Erfolgen wurden seine Konstruktionen in Fachzeitschriften besprochen und auf Ausstellungen gezeigt. Erster internationale Auftraggeber war der Rübenzuckerfabrikant Graf Alexei Bobrinski aus Bogorodizk / Kiew, welcher 1857 nach einem Besuch auf dem Sack'schen Gut 120 Pflüge unter der Maßgabe orderte, diese im technisch fortgeschritteneren England bei Richard Garetts & Sons in Leiston herzustellen. Dies war u. a. ein Impuls im Jahr 1863 die äußerst erfolgreiche und stetig wachsende Fabrik in Leipzig-Plagwitz mit Unterstützung des Industriellen Carl Heine (1819–1888) zu gründen. Rund zehn Jahre später stellte Sack auf der Wiener Weltausstellung aus, unternahm zahlreiche Handelsreisen und exportierte u. a. nach Österreich und Russland. 1877 richtete Sack eine 17 ha große Versuchsstation für neu entwickelte Geräte sowie für die Steigerung des Ertrags beim Anbau von Getreide und Hackfrüchten und beschäftigte sich intensiv mit Be- und Entwässerungsverfahren. Nach seinem Tod wurde diese Versuchsstation auf 200 ha vergrößert. Das Werksgelände erhielt 1878 zudem einen eigenen Anschluss an das Schienennetz der Sächsischen Staatseisenbahn. 1882 wurden bereits 50% der gesamten Produktion exportiert, im Jahr des 50–jährigen Firmenjubiläums 1913 waren es 72%. Rudolph Sacks Sohn Paul trat 1881 in die Firma ein, übernahm ab 1891 weitestgehend die Geschäfte und führte die Firma ab 1900 mit wachsendem Erfolg weiter (Abb. 1). 1911 beschäftigte die Firma Sack fast 2.000 Mitarbeiter. In einem geschäftsinternen Briefwechsel zwischen der Exportabteilung der Firma Rud. Sack und Otto Sack im Jahr 1911 manifestierte sich die beginnende Geschäftsbeziehung zu der Act.-Ges. Rabotnik. (Abb. 2). Das 50–jährige Firmenjubiläum 1913 wurde in großem Umfang und mit internationaler Gästeliste (Abb. 3) begangen. Für seine Verdienste bei der Weiterentwicklung von landwirtschaftlichen Maschinen, die auf modernstem Stand und qualitativ auf höchstem Niveau waren, erhielt Paul Sack die Ehrendoktorwürde der TH Dresden. Seine Söhne Otto und Dr. Hans Sack übernahmen nach seinem Tod die Geschäftsführung. 1945 folgte die Stilllegung der Firma Rud. Sack KG durch die US-amerikanische Administration, etwas später wurde das Vermögen durch die sowjetische Militäradministration beschlagnahmt. Die Produktion wurde in kleinem Umfang wieder aufgenommen. 1946 wurde der Betrieb demontiert und die modernen Maschinen in die UDSSR gebracht. 1948 wurde der Betrieb in Volkseigentum überführt und hieß fortan "Leipziger Bodenbearbeitungsgerätefabrik VEB, vormals Rud. Sack" (BBG). 1998 übernahmen die Amazonen-Werke den mittlerweile insolventen Betrieb.

Literatur:
- Dreyer, Klaus: Die Geschichte der BBG – Von Rudolph Sack bis AMAZONE, 2009.
- Rud. Sack Leipzig-Plagwitz: 1863 – 1913; Lebensgeschichte des Begründers, Entwicklung und heutiger Stand des Werkes. Leipzig, 1913.


Die Familie Lessing und die Act.-Ges. Rabotnik
Direktor der Act.-Ges. Rabotnik war Dr. Walter Lessing (1881–1967), Großindustrieller, Kommunalpolitiker und, wie sein Vater Anton Lessing, großer Förderer des kulturellen Lebens der Stadt Oberlahnstein. Er führte zudem die langjährig etablierte freundschaftliche Beziehung zwischen Russland und Deutschland fort. Zum 50–jährigen Firmenjubiläum der Firma Rudolf Sack im Jahr 1913 war Dr. Walter Lessing eingeladen, wie aus einer internen, internationalen Gästeliste hervorgeht (Gästeliste in Abbildung).
Sein Vater, Anton Lessing (1840–1915), königlich-preußischer und kaiserlich-russischer Kommerzienrat, wirtschaftspolitischer Berater der deutschen Botschaft in St. Petersburg und ein Wegbereiter der Industrialisierung Russlands, legte den Grundstein für die intensiven Geschäftsbeziehungen der Familie nach Russland und war wesentlich an der Erweiterung des Eisenbahnbaus in Russland beteiligt. Er siedelte 1864 nach Moskau, später nach St. Petersburg und gründete 1871 mit den Brüdern Gustav und Amand von Struwe die Lokomotivfabrik Kolomna, wobei Lessing für die Materialbeschaffung, Abrechnungen und Finanzierung zuständig war. Anton Lessing gründete darüber hinaus gemeinsam mit den Gebrüdern von Struwe die Tschelkowo-Gesellschaft für Steinkohlegewinnung sowie ab 1881 weitere Eisenguss- und Hüttenwerke in Russland. Hauptwohnsitz war nach seiner Heirat mit der Belgierin Lydia de Cuyper (1848–1904) ab den 1880er Jahren Oberlahnstein. A. Lessing war überdies ab ca. 1910 an der Erdölgewinnung in Galizien (Österreich) mit der von ihm gegründeten "Flüssige Brennstoff GmbH", Berlin, beteiligt. Sein Sohn Gottfried übernahm ab Beginn des 20. Jahrhunderts die Geschäfte in Russland, welche nach dem ersten Weltkrieg und der Russischen Revolution ein plötzliches Ende fanden. Anton Lessing erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehren und erhielt die Ehrenbürgerwürde von Oberlahnstein sowie seiner Geburtsstadt Mühlhausen.
Walter Lessing ging aus eigenem Antrieb nach Russland und unterstützte neben weiteren Tätigkeiten seinen Vater Anton sowie seinen Onkel Adolf Lessing beim Ausbau der Unternehmen in der landwirtschaftlichen Maschinenindustrie in Russland. Unter anderem führte ihn seine Arbeit ferner nach Sibirien, dem Kaukasus, Baku und Tiflis. 1906 trat er in die Verwaltung einer 1866 von seinem Patenonkel Amand von Struwe gegründeten Genossenschaft für landwirtschaftliche Maschinen "Rabotnik" ein, die dem Ressort des Landwirtschaftsministerium unterstand (Abb. 4). Walter Lessing übernahm zeitnah nach seinem Eintritt den Chefposten. "Rabotnik" verfügte über Filialen in Moskau an der Roten Pforte sowie in Kiew. Unter anderem übernahm "Rabotnik" die Produktion und Finanzierung einer Pflugfabrik in Rjasan auf Vertragsbasis. Dort wurde der erste anglobulgarische Pflug gebaut, von welchem Walter Lessing anlässlich des 70. Geburtstags des Vaters Anton Lessing eine verkleinerte Ausgabe von Fabergé, St. Petersburg, anfertigen ließ.
Für die Firma Rudolf Sack hatte "Rabotnik" die Generalvertretung für den Moskauer Bezirk inne; diese fand in Russland einen attraktiven Absatzmarkt vor und exportierte zahlreiche Pflüge sowie Drillmaschinen. In den Jahren 1912–1914 erfuhr "Rabotnik" einen enormen Zuwachs in den Bereichen Umsatz, Eigenproduktion und Grundstückskäufen. Im Jahr 1913 reiste Walter Lessing nach Deutschland um im Frühjahr an den Feierlichkeiten des 50–jährigen Jubiläums der Firma Rud. Sack teilzunehmen. Dort lernte er seine spätere Ehefrau Anneliese Sack (1881–1967), Tochter Paul Sacks, kennen. Walter Lessing verließ Russland erst unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Nach Jahren im Kriegsdienst heiratete er 1919 Anneliese Sack. 1922 kehrte die Familie in die Heimatstadt Lessings zurück, wo er die Leitung des Oberlahnsteiner Werkes der Firma Gauhe, Gockel & Cie, einer Fabrik für Hebevorrichtungen, Baumaschinen und Baugeräte mit eigener Eisengießerei, bis 1938 übernahm. Auch in nachfolgenden Generationen besetzt und besetzte die Familie Lessing, u.a. mit Rechtsanwalt und Politiker Dr. Gregor Gysi, Sohn von Irene Lessing und Klaus Gysi sowie die Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing (1919–2013), welche in zweiter Ehe 1945–1950 mit Gottfried Anton Nicolai Lessing (1914–1979) verheiratet war, wichtige gesellschaftliche Positionen.

Literatur:
- Lessing, W.: Vater und Sohn im Zarenreich 1859–1914 vom Sohne, Maschinengeschriebenes Manuskript, 1957, S.3ff., zu "Rabotnik" S. 23 ff.

Abbildungsnachweise:
- Abb. 1: Fotografie der Familie Paul Sack aus dem privaten Bildarchiv von Frau Sabine Lessing
- Abb. 2: Schreiben der Exportabteilung der Firma Rud. Sack an Otto Sack: Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, 20793, Rudolf Sack, Landmaschinenbau, Leipzig, Nr. 148, Blatt 210.
- Abb. 3: Gästeliste zum 50–jährigem Jubiläum der Firma Rud. Sack: Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, 20793, Rudolf Sack, Landmaschinenbau, Leipzig, Nr. 143, Blatt 1.
- Abb. 4: Plakat "Rabotnik", aus dem privaten Bildarchiv von Frau Sabine Lessing.

Fachmännisch restaurierter Zustand. Die Innenvergoldung weitestgehend verloren. Vereinzelt feine Haarrisse. Die Außenwandung mit vereinzelten Kratzspuren, Boden und Innenwandung kratzspurig. U.li. Wandungsteil mit kleinen Druckstellen.

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Die im Katalog ausgewiesenen Preise sind Schätzpreise. Die Mehrheit der Artikel ist differenzbesteuert, auf den Zuschlagspreis wird damit keine Mehrwertsteuer erhoben.

* Artikel von Künstlern, für die durch die VG Bildkunst eine Folgerechtsabgabe erhoben wird, sind durch den Zusatz "zzgl. Folgerechts-Anteil 2,5%" gekennzeichnet. (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.4.)

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